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Akita - Großer Japanischer Hund - Amerikanischer Akita - S2/6

 

Diese Unterschiede zwischen den beiden Akita Typen wurden im Laufe der Jahre immer größer und - zumindest war dies mein Eindruck - hat es den Japanern Ende der 80er gereicht und sie haben innerhalb der FCI auf ihr Recht gepocht, als Ursprungsland der Rasse sowohl den Typ, wie auch den Standard festzulegen.

Legacy Daisy
Koutaro Go Shirai Kennel
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Koutaro Go Shirai Kennel

Trotzdem - hätte mich vor 20 Jahren jemand gefragt, was ich davon halte, die Rasse(n) zu teilen, hätte ich sicher gesagt: Was für ein Unsinn!
In Deutschland und dem angrenzenden Ausland gab es hauptsächlich den amerikanischen Typ oder was wir dafür gehalten haben und die wenigen japanischen Akita waren zumeist klein und knochenschwach und nicht dazu angetan, einen für diesen Typ zu begeistern.
Ein weiteres Problem war, dass in Europa beide Typen vorhanden waren; sie als eine Rasse galten und deshalb verpaart wurden.
Während der gesamten 80er Jahre hat der Akita in Europa eine Entwicklung genommen, die fast alle in Europa unter der Rassebezeichnung Akita gezüchteten Hunde immer mehr von den Akita in Japan, aber auch in den USA entfernte. Oft war es lediglich die Farbe, die dazu führte, dass ein Hund dem einen oder anderen Typ zugeordnet wurde.
Nimmt man den FCI Standard des Akita als Beispiel, musste man feststellen, dass viele Akita in dieser Zeit große Ohren, runde Augen, zu kurzes Haarkleid, eine schlecht gerollte Rute und Farben aufwiesen, die nicht mit dem FCI Standard übereinstimmten.

Bei dem Amerika Akita waren die Fehler eben so zahlreich. Große Ohren, Falten, zu kurzes Haarkleid, schlecht gerollte Rute, Gebäude von schwacher Struktur, mangelhafte Knochenstärke oder unförmiges Gebäude.
Alles gehörte zum "normalen" Erscheinungsbild des in Europa gezüchteten Akita in dieser Zeit.
Wenn man sich die Ahnentafeln dieser Hunde angesehen hat, konnte man feststellen, dass beide Akita Rassen (Japan und USA) dort ihre Spuren hinterlassen haben.
Im Ergebnis hatte man aus heutiger Sicht Nachzuchten, die weder in das Rassebild des japanischen Akita, noch in das Rassebild des amerikanischen Akita wirklich hineinpassten.

Ende der 80er/Anfang der 90er wurde der Japan Kennel Club aktiv. Die Entwicklung des Akita außerhalb Japans hatte für den JKC Formen angenommen, die er so nicht weiter hinnehmen wollte. Das erste große Informationsforum in Europa bot sich dem JKC zur Weltsiegerschau 1991 in Dortmund. Damals waren Herr Kariyabu, Herr Awashima und Herr Kuroki in Dortmund und haben für den Tag nach der Weltsiegerschau die Einladung des Akita Club angenommen, um in Hamm-Rhynern einen Vortrag über den "richtigen" Phänotyp des japanischen Akita zu halten.
Aki, Akira und Anne
Aki, Akira und Anne 1985

Zu diesem Treffen waren eine Vielzahl Besucher aus dem Ausland zu Gast und es kam zu sehr emotionalen Diskussionen zwischen den Teilnehmern. Die Züchter/Besitzer aus Frankreich und Italien standen konträr zu den Züchtern und Besitzern aus Deutschland, den Niederlanden oder Skandinavien. In Italien und Frankreich hat der reine Japantyp immer schon vorgeherrscht, während in den anderen Ländern ziemlich viel gemixt wurde.

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