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Bärchen passte eigentlich in kein Akita-Standard. Groß und hochbeinig, mit riesigen Kopf und breitem Schädel, breit angesetzten Ohren, hängenden Lefzen, zu runden Augen, einem Brustkorb wie ein Bär und zu schmalen Becken war er wahrlich kein bildhübscher Akita.
Aber ein imposanter Hund, der bei jedem Auftritt alle Blicke
wie ein Magnet auf sich zog. Diese Erscheinung konnten selbst alle seine
Krankheiten und Wehwehchen nicht trüben. Von denen hatte er eine
Menge: ausgeprägte Herzschwäche, Arthrose, Spondylose, eine
alte Verletzung an der Rute, fehlende Beckenmuskulatur, schlechte Zähne,
verformte Ballen, tränende Augen, Polypen am After, starke Unterfunktion
der Schilddrüse. Mit seinen körperlichen Gebrechen kam Bärchen
ausgezeichnet zurecht. Seine phlegmatische Art und grenzenlose Geduld
halfen ihm dabei. Dies alles sah man nach kurzer Zeit nicht mehr, es wurde unwichtig. Denn Bärchen war bemerkenswert. Sein erstaunlich integres Wesen und das Aussehen haben sich nahtlos zu einer unvergesslichen Persönlichkeit zusammengefügt. |
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